Innenminister Lewentz setzt Polizei unnötigem Risiko aus

Lahnstein. Der Landtagskandidat der FREIEN WÄHLER, Lennart Siefert, kann über die Ablehnung des Innenministeriums, mit übriggebliebenen Impfdosen Polizistinnen und Polizisten zu impfen, nur noch den Kopf schütteln. „Es zeigt die mangelnde Wertschätzung des Innenministers gegenüber den Polizistinnen und Polizisten, die jeden Tag ihren Dienst für die Menschen im Land verrichten und die oft nicht in der Lage sind, den zurzeit geforderten Mindestabstand einzuhalten.“, so Siefert sichtlich empört. In seiner Heimatstadt Lahnstein seien zum Beispiel Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr und des THW mit den Impfdosen versorgt worden, die sonst vernichtet worden wären.

In jedem Impfzentrum des Landes bleibt am Ende eines Tages oft eine geringe Anzahl an Impfdosen gegen das Corona-Virus übrig, da aus den derzeit verwendeten Ampullen bis zu 6 Einzeldosen hergestellt werden können. Diese sind aufgrund der geringen Haltbarkeit schon am nächsten Tag nicht mehr zu gebrauchen. Geschätzt sind das 100-150 Dosen. Das Impfzentrum in Polch hatte nun der zuständigen Dienststelle in Mayen angeboten, mit den übriggebliebenen Dosen die Beamten zu impfen. Diese unbürokratische Vorgehensweise wurde nun seitens des Innenministeriums abgelehnt. Man wolle die Polizei in eigener Zuständigkeit ab Ende März impfen. Dies hatte bereits zuvor die Deutsche Polizeigewerkschaft kritisiert.

„Mit diesem sturen Verhalten setzt Minister Lewentz nicht nur die Polizisten einem unnötig langen Risiko aus und gefährdet damit die Innere Sicherheit – er ist auch dafür verantwortlich, dass hunderte Impfdosen im Land vernichtet werden“, kritisiert auch der Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz, Stephan Wefelscheid. Siefert und Wefelscheid fordern den Innenminister auf, von seiner Haltung abzurücken und diese unbürokratischen Angebote der Impfzentren anzunehmen.

 

 

Bild: Lennart Siefert

 

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