Tourismus im Land braucht eine starke Marke

FREIE WÄHLER wollen nach der Landtagswahl Neuaufstellung im Land.

Koblenz. „Ob die ‚Goldene Zeit‘ das ,Gelbe vom Ei‘ ist werden die Übernachtungszahlen zeigen“, so bewertet der FREIE WÄHLER-Landesvorsitzende Stephan Wefelscheid die schnell gestrickte Landeskampagne zum Anschub des Tourismus in Rheinland-Pfalz.

Mit der Leitüberschrift „Deine Goldene Zeit in Rheinland-Pfalz“ versucht das Land jetzt aus der Corona-Pandemie den Tourismus landesweit besser aufzustellen. „Dieser Schritt ist überfällig, indes fehlt mir hier der Überraschungseffekt, das Besondere, was unser Land eindeutig vielfältig hat.“

Die Ausrichtung auf den Tourismus in den schönen Landschaften wie Eifel, Hunsrück, Westerwald, Rheinhessen oder Pfalz sei strukturell logisch. Allerdings mahnt der gebürtige Koblenzer Stephan Wefelscheid auch an, dass gerade im Städtetourismus auch eine Stärke liegt und hier ein Defizit ausgemacht werden könne.

„Einmal mehr zeigt sich, dass der zuständige Minister Volker Wissing (FDP) durch den Tourismus irrlichtert und der Kompass fehlt. Auch der Landtag beschäftigt sich seit Jahren zu lange mit sich selbst und ergeht sich in einer Enquete-Kommission“, bemerkt Wefelscheid. Schon Helmut Kohl habe stets betont, „wichtig ist was hinten rauskommt.“ Dies ist nach Ansicht von Wefelscheid „zu dünn.“

FREIE WÄHLER wollen nach der Landtagswahl 2021 im Landtag den Tourismus auf eine neue Ebene heben. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Pandemie uns noch einige Zeit beschäftigt und Urlaub in der Heimat einen höheren Stellenwert bekommt. Insofern ist es klug eine richtig starke Marke für Rheinland-Pfalz aufzubauen. So wie es etwa in Österreich dem Bundesland Tirol gelungen sei“, erklärt Wefelscheid, „hier wurde aber von Seiten der Landesregierung Tirol mit Millionen Euro Fördermittel in die Marke ‚Tirol‘ und begleitende Maßnahmen investiert. In Rheinland-Pfalz erfreut sich der Tourismusminister Wissing an eilig erstellten bunten und goldenen Plakaten. Das ist zu wenig.“

Vor Ort gebe es bereits jetzt starke Strukturen, ein Zusammenwachsen -und arbeiten sei durch die Corona-Krise erkennbar. So setze etwa die „Koblenz-Touristik“ mit einer regionalen Kampagne auf die Stärken von Rhein, Mosel und Lahn und gibt die Region selbstbewusst und doch selbstironisch wieder. „Das kann ankommen und die Akteure aus Stadt und den umliegenden Landkreisen sowie der Mosel-Touristik arbeiten zusammen.“ Dies müsse von Landesseite gestärkt werden, der Mittelbau ist nach Ansicht von Wefelscheid zu überprüfen, die Rheinland-Pfalz-Touristik brauche eine Generalüberholung. Das Durchgriffsrecht des Ministeriums kann richtig sein, noch wichtiger seien aber Fördergelder und Investitionen in die Kernmarke die es bislang noch nicht gibt. „Ob es ‚Goldene Zeiten‘ für den Tourismus in Rheinland-Pfalz werden bleibt abzuwarten“, so Wefelscheid, „wir werden uns konstruktiv als FREIE WÄHLER im Landtag einbringen und bis dahin Minister Wissing und sein Team im Auge haben.“

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