Wo bleibt die Hilfe der Landesregierung für Luxemburg?

FREIE WÄHLER enttäuscht von Ministerpräsidentin

Die FREIEN WÄHLER mahnen Widerstand der Landesregierung bei der Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet an.

Seit über einer Woche kämpft der Spitzenkandidat der FW, Landrat Joachim Streit, gegen die Einstufung des Großherzogtums Luxemburg als Risikogebiet durch das Robert-Koch-Institut. Seine Posts auf Facebook erreichen mehr als 150.000 Menschen. Trotzdem schweigt Mainz.

Streit: „Das RKI verkennt vollkommen die eigentliche Lage in Luxemburg bisher. Die Hochrisikogebiete liegen bisher im Süden Luxemburgs sowie in der Hauptstadt. Es gibt zwölf Kantone in Luxemburg. Diese Kantone sind mit Landkreisen in Deutschland vergleichbar. Es kann nicht sein, dass hier ein ganzes Land pauschal unter Quarantäne gestellt wird, wenn es Bereiche gibt, die genauso ungefährlich sind wie Rheinland-Pfalz. Hier erwarte ich vom Außenministerium eine bessere Aufklärung und von der Landesregierung eine größere Unterstützung.“

Luxemburg verfolgt mit Flächentest eine andere Strategie als Deutschland: Mehr als 200.000 Menschen, ein Drittel der Bevölkerung, einschließlich der Grenzgänger und ihrer Angehörigen wurden innerhalb kürzester Zeit getestet. „Es ist selbstverständlich, dass dann mehr Infizierte entdeckt werden, vor allem diejenigen ohne Krankheitssymptome“, so Streit. „Ein Grund mehr, luxemburgische Neuinfektionszahlen in Relation zu deutschen zu setzen.“

„Das RKI setzt durch eine eindimensionale Betrachtungsweise die deutsch-luxemburgischen Beziehungen aufs Spiel und die Landesregierung schweigt dazu,“ meint Landesvorsitzender Stephan Wefelscheid dazu. „Natürlich wollen wir keine importierte Pandemie. Aber so sicher wie in Luxemburg mit seiner hervorragenden ganzheitlichen Teststrategie, ist es nur an wenigen Orten auf der Welt. Das sollte die Ministerpräsidentin, die in Trier wohnt und auch für die wirtschaftlichen Fragen der Grenzregion Interesse zeigen müsste, eigentlich wissen. Warum sie schweigt, ist mir ein Rätsel.“

 

Foto: Joachim Streit

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