Vergisst das Land seine (Solo)Selbstständigen?

„Der Bund hat angekündigt, dass es im Jahr 2021 deutlich mehr Unternehmenspleiten als in den Vorjahren geben wird. Eine „Insolvenzwelle“ erwarte man aber nicht. Da sei mir die Frage erlaubt, was noch alles passieren muss, damit wir endlich klare Strategien in dieser und in möglichen weiteren Krisensituationen anwenden“, sagt Dr. Rainer Schneichel, Landtags-Direktkandidat für FREIE WÄHLER im Wahlkreis 12. „Die angekündigten staatlichen Hilfen sind auch jetzt, im März, längst noch nicht bei allen Betrieben in voller Höhe angekommen, wie ich aus Gesprächen mit befreundeten Unternehmerinnen und Unternehmern weiß“, so der selbstständige Tierarzt.

Die Verzögerungen bei der Auszahlung der Überbrückungshilfe sind für ihn nicht nachvollziehbar. Außerdem gebe es einen Wildwuchs bei den Öffnungsstrategien. „Wir rasen mit Schallgeschwindigkeit auf eine Pleitewelle in der Gastronomie und im Tourismus sowie im Einzelhandel und bei den Selbstständigen zu“, sagt Schneichel.
„Apropos Selbstständige – sie sind mit einem Anteil von rund 4 Mio. in Deutschland, davon über 2 Mio. Solo-Selbstständige, eine zahlenmäßig vergleichsweise kleine Gruppe.“ Politisch scheine genau dies das Problem zu sein, die Wertschätzung fehle an vielen Stellen.

„Die (Solo)Selbstständigen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Wirtschaft und sie tragen zur Vielfalt in den Städten sowie in den ländlichen Regionen bei. Wenn wir diese Motoren für unser Land vergessen, bricht das Konstrukt irgendwann zusammen“, sagt Schneichel.

Das dürfe nicht geschehen. Dafür setze er sich als selbstständiger Unternehmer schon seit langem ein und er werde dies auch nach der Landtagswahl weiterhin tun. „Wir als Freie Wähler fordern ein Gesetz für die Entschädigung von (Solo)Selbstständigen, und zwar umgehend“, stellt der Direktkandidat klar.

Bild: Rainer Schneichel

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